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Viel Spaß in Lentas! (von2006 - schaut Euch auch den Bericht von 2007 - Das kleine Dorf Dytiko - an)

Um Kreta mal auf eigene Faust zu erkunden, haben wir uns ein Auto für fünf Tage gemietet.

Jetzt waren wir unabhängig und konnten selber entscheiden, wo hin, wie lange u.s.w. die Reise geht.
Da es bei uns in Malia (Norden) am Sonntag nicht so schön war, beschlossen wir, einfach mal in den Süden zu fahren.
Wir schauten in die Karte und entschieden uns für Lentas.
Mit viel Energie und guter Laune fuhren wir los.


Wir fuhren von Malia aus in Richtung Iraklion, immer am Meer entlang.
Dann links ab, ins Innere der Insel, Richtung: Agia Varvara.
Diese Landschaft, diese kurvenreichen Straßen.
Von endlos scheinenden Gebirgen umgeben, wo man denkt, nie wieder raus zu kommen.
Nach ca. anderthalb Stunden Fahrt, kamen nur noch Straßenschilder, deren Namen aber überhaupt nicht in der Landkarte standen.

Ups Jetzt hatten wir ein Problem.
Die Straße wurde immer enger und dann war sie ganz zu Ende.
Links von uns bemerkten wir ein kleines Bauernhaus. Da kamen auch schon einige Leute auf uns zu. Ganz nette Griechen, die mit Händen und Füßen versuchten uns zu erklären, wie wir nach Lentas kommen.
Aber leider verstanden wir nur Bahnhof.
Wir bedankten uns ganz herzlich für Ihre nette Hilfe und fuhren wieder zurück. Als wir an eine kleinen Kreuzung kamen, sahen wir ein Auto.
Ich stieg aus, um nach dem Weg zu fragen. Was für ein Glück. Zwei ganz nette Deutsche Studenten, die sogar in Lentas Urlaub machten. Sie boten uns an, ihnen hinterher zu fahren.
Super!
Die Strecke wurde immer Kurvenreicher, je höher wir kamen. Auf der einen Seite ging es steil ab und auf der anderen Seite steile Felswände. Sie legten ein Tempo vor, das wir Mühe hatten Ihnen zu folgen.
Als wir oben waren, sahen wir erleichtert das Meer vor uns.
Das Studentenpärchen hielt an einer Aussichtsplattform an und zeigte uns Lentas von oben.

Die Aussicht war einfach überwältigend.

Weiter ging die Fahrt. Jetzt ging es nur noch bergab bis wir nach kurzer Zeit endlich Lentas erreichten.
Wir parkten unser Auto in der Nähe vom Strand, geschützt von einem Felsen.
Jetzt wollten wir erst mal das Meer sehen und schwimmen gehen.

Hier im Süden war das Meer viel ruhiger und das Wasser war angenehm warm. Nach dieser anstrengenden Fahrt war das genau das, was wir gebraucht hatten.
Danach gingen wir zum Strand, wo wir „unser Pärchen“ wieder trafen. Sie zelteten direkt gegenüber, gut windgeschützt, an einer Felswand.
Hier waren noch einige andere, die hier “wild“ campten. Leider hatten die beiden heute Ihren letzten Urlaubstag.


Wir machten noch ein paar Fotos vom Sonnenuntergang und natürlich von uns, dann gingen wir in das winzige Dorf, das nur ein paar Schritte entfernt war.
Hier gab es nur zwei Tavernen, eine hatte auch Zimmer zu vermieten, die aber leider ausgebucht waren. Ein paar Schritte weiter gab es noch einen kleinen Einkaufsladen und das war es dann auch schon.
Hier scheint die Zeit irgendwie stehen geblieben zu sein.

Beim Abendessen im Restaurant, entschlossen wir uns noch einen Tag zu bleiben.
Da die Zimmer ja ausgebucht waren, mußten wir eben mal im Auto übernachten.

O.K. Es ist dumm zu glauben, das man in einem Kia  Picanto schlafen kann.
Müde, und geschafft, machten wir es uns so gut wie es eben ging gemütlich.
So schnell wie wir eingeschlafen waren, sind wir auch wieder wach geworden.
Es war der Wind, der uns weckte. Da wir so wieso in diesem Auto nicht schlafen konnten, sind wir ausgestiegen und spazieren gegangen.
Der Wind blies ziemlich stark, aber es war überhaupt nicht kalt.
Im Gegenteil.
Wir kamen auf die Idee Schwimmen zu gehen. Erst hatte ich etwas Angst, schließlich war es Stockdunkel und das Meer wirkte in der Nacht irgendwie unheimlich.
Doch wir warfen unsere Bedenken, die wir in diesen Moment hatten schnell über Bord.
Frei nach dem Motto: Lebe Dein Leben und lebe es jetzt.
Schließlich würden wir später vielleicht bereuen es nicht getan zu haben.
Es war ein herrliches Erlebnis, das wir nur jedem empfehlen können.
Bis es hell wurde, sind wir spazieren gegangen.
Das war eine wunderbare Nacht, die wir nie vergessen werden.
Am Morgen besuchten wir eine Taverne, um gemütlich zu frühstücken. Dann kauften wir noch ein paar Andenken im einzigen Laden, den es hier gibt und gingen zurück zum Strand. Noch war hier nicht all zuviel los. Einige saßen gemütlich zusammen, andere machten Morgen-Gymnastik.
Als wir um die Ecke kamen, lagen noch zwei in Ihren Hängematten.
Irgendwie war hier eine ganz besonders schöne Atmosphäre.


Schade das wir kein Zelt dabei hatten.
Das nächste Mal machen wir einen alternativen Urlaub, mit Zelt und Hängematte .
Doch jetzt wollten wir erst noch mal Schwimmen gehen und uns danach in die Sonne legen, bevor es wieder zurück geht.

So gegen 16.00 Uhr mußten wir mit einem weinenden Auge nach Malia zurückfahren. Denn wir hatten für den nächsten Tag eine Bustour zur Samaria - Schlucht gebucht. Abholtermin 4,40 Uhr in der früh.

Ja das war’s
Wenn Ihr auch mal nach Lentas fahrt, wünschen wir euch jetzt schon-

„Viel Spaß in Lentas!“
 
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