Frangokastello - Hora Sfakion  (gr. Φραγκοκάστελλο - gr. Χώρα Σφακίων)
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Als wir wieder mal in Plakias waren, PlakiasStrand2  PlakiasStrand1
kamen wir auf die Idee, doch mal die Südküste in westlicher Richtung zu erkunden. Zum Beispiel nach Frangokastello oder Hora Sfakion. Da es ja noch sehr früh war und Frangokastello nicht so weit entfernt ist, entschieden wir uns gleich aufzubrechen.
PlakiasPause
Gesagt, getan.

Wir fuhren erst mal den Berg rauf. Von hier aus hatten wir eine gute Aussicht auf Plakias. Im Vordergrund ist die Stadt zu sehen, oben Richtung Felsen der FKK Strand.
PlakiasAussicht1
Schnell noch ein paar Fotos machen und schon ging es weiter.
PlakiasAussicht2  PlakiasAussichtB1  PlakiasAussichtT1  PlakiasAussicht3
Unterwegs, oben in den Bergen kamen wir an einem kleinen Dorf vorbei, bestehend aus gerade mal wie ich zählte, vier Häusern. Wir fragten uns wie es wohl sein mag hier oben, in aller Abgeschiedenheit, zu leben.
Unglaublich, wie viel Natur es auf dieser Insel gibt, oft war weit und breit kein Haus zu sehen und wir hatten manchmal das Gefühl, hier die einzigen Menschen zu sein.
Ein tolles Gefühl. Landschaft1  Landschaft2  Landschaft3  Landschaft4
Später entdecken wir dann doch noch einige Lebewesen.
Ziegen1  Ziegen2  Ziegen3
Jetzt erreichten wir einen Ort mit einigen vereinzelten Häusern und Pensionen.
AmWegFrangokastello1
Dann kam ein Hinweisschild, Frangokastello - wir waren also schon da. Wir näherten uns der Festung, die sehr nah am Meer erbaut wurde.
Schon beeindruckend die Festung mit eigenen Augen zu sehen.
Festung1   Festung2   FestungInnen1   FestungInnen2   
FestungInnen3  FestungInnen4 FestungInnen5 FestungInnen6 
FestungInnen7 FestungInnen8  FestungInnen9 FestungInnen9a FestungInnen9b
Die Geschichte:
Der Name Frangokastello stammt von einem im Jahre 1371 erbauten venezianischen Kastell, von dem die Außenmauern auch heute noch stehen. Im Inneren des Bauwerkes sind hingegen nur noch die Grundmauern der Anlage erkennbar. Über dem Südportal der Festung prangt, noch recht gut erhalten, das Wappen der venezianischen Bauherren, der Markuslöwe.
Ursprünglich wurde das Kastell nach dem heiligen Nikitas benannt, wie auch die 350 Meter östlich der Festung gelegene Kirche Agios Nikitas diesem Heiligen geweiht ist. Schon bald wurde bei den Einheimischen jedoch der Name Frankenkastell gebräuchlich, nach der im Mittelalter im östlichen Mittelmeer üblichen Allgemeinbezeichnung der Westeuropäer, einschließlich der Venezianer, als „Franken“ (frangi). Die Kirche Agios Nikitas ist an Stelle einer frühchristlichen Basilika errichtet, von der noch Überreste eines Mosaikfußbodens erhalten sind, die sich vor der Kirche befinden.
General Stratis Nik. Deligiannakis (1799-1874)
1770 wurde Ioannis Daskalogiannis, Anführer der kretischen Aufständischen, in Frangokastello von osmanischen Soldaten festgenommen. Er wurde später in Iraklion hingerichtet.
Am 17.5.1828 war Frangokastello Schauplatz eines Kampfes zwischen aufständischen Sfakioten unter ihrem Anführer Chatzimichalis Dalianis und osmanischen Besatzungssoldaten. Dalianis versuchte, den griechischen Unabhängigkeitskampf vom Festland nach Kreta zu übertragen. Die Aufständischen besetzten das Kastell, wurden aber nach Belagerung durch die Türken hingerichtet.
Ein Denkmal vor der Burg erinnert an dieses Ereignis.
FrangokastelloDenkmahl
Doch auch viele der türkischen Soldaten mussten ihr Leben lassen, weil sie in Hinterhalte der Aufständischen in den umgebenden Schluchten gerieten. Nach lokaler Überlieferung kehren in der Zeit um den Jahrestag der Schlacht im Morgengrauen die Schatten der im Kastell massakrierten Kreter zum Ort des Ereignisses zurück. Sie werden Drosoulites genannt („Tau-Schatten“) und können eventuell als spezielles meteorologisches Phänomen erklärt werden, welches Vorzugsweise im späten Frühling in der Ebene von Frangokastello auftritt.

Wieder draußen, besuchten wir eine große Taverne, wo wir erst mal eine kleine Pause machten und etwas tranken.
 FrangokastelloTaverne1  FrangokastelloTaverne2  FrangokastelloTaverne3
Der Strand von Frangokastello liegt unterhalb der Festung auf einer kleinen Halbinsel. Der feine helle Sand-Strand selbst fällt flach ins Meer ab. Er ist in der Saison gut besucht.
Am Strand, gleich neben der Festung, gibt es kleine Tavernen wo man Essen und Andenken kaufen kann.
Auch Liegen und Sonnenschirme werden verliehen.
Etwa ein paar hundert Meter weiter östlich liegt der Strand von Orthi Ammos. Hier gibt es hohe Sanddünen. Zu erreichen ist der Strand über eine Treppe zwischen den Dünen, die am Eingang einer Hotelanlage an der gegenüberliegenden Seite des unbefestigten Küstenweges beginnt. Das Ufer bei Orthi Ammos fällt schneller ins Meer ab als an der Festung. Der Sand des Strandes ist etwas dunkler und es gibt einige Felsplatten im flachen Wasser. Am Strand von Orthi Ammos kann man FKK-Baden, allerdings nicht überall.
 
 
 
Dann ging es weiter nach Hora Sfakion (oder Chora Sfakion)
 
Chora Sfakion kennt jeder, der mal die Samaria - Schlucht besucht hat.
SamariaSchlucht
Hier gibt es die einzige Fährverbindung nach Agia Roumeli, dem Ausgangs- bzw. Endpunkt der Samaria - Wanderung. (siehe dazu auch unseren Bericht Samaria-Schlucht)
Außerdem befindet sich in der Nähe das einzige FKK - Hotel Kretas, das Hotel Vritomartis.
VritomarisFkkHotel1 VritomarisFkkHotel2
 
Als wir in Hora Sfakion ankamen, parkten wir direkt neben einem kleinen Bootshafen.
Schön, die kleinen Boote die hier liegen, mit den typischen Farben Blau, Rot, Weiß, das passt so schön in diese Natur.
(Hora Sfakion zu finden auf unserer Kreta - Karte)
ChoraSfakionHafenSchiffe1  ChoraSfakionHafenSchiffe2  ChoraSfakionHafenSchiffe3  ChoraSfakionHafen1
 
Jetzt kamen wir nach Hora Sfakion rein.
HoraSfakion01  HoraSfakion02  ChoraSfakion03
Auf den drei Fotos ist ganz deutlich ein Weg zu sehen, der zu einer Höhle führt. Nur, leider habe ich das erst auf den Fotos zu Hause gesehen. Schade, sonst wären wir doch da rauf gegangen. Na ja - nächstes Mal.
Ach, da kam auch schon die Fähre.
HoraSfakionFaehre1  HoraSfakionFaehre2  HoraSfakionFaehre3
Mit Ihr fährt man zur berühmten Samaria Schlucht. Wir waren ja letztes Jahr schon dort (siehe auch Bericht 2006). War echt schön aber auch sehr anstrengend, da es viel zu Heiß war.
 


Aber jetzt zogen wir erst mal los und sahen uns alles an.
HoraSfakionAusflug1  HoraSfakionAusflug2  ChoraSfakionAusflug3  ChoraSfakionAusflug4
HoraSfakionAusflug5  HoraSfakionAusflug6  ChoraSfakionAusflug7  ChoraSfakionAusflug8
Ja, hier ist es schön. Ein kleiner aber schöner Strand und darüber eine Taverne, typisch Griechisch.
               ChoraSfakionStrand  ChoraSfakionTaverne1  HoraSfakionTaverne2
Wunderschön. So gefallen mir die Häuser.
ChoraSfakionStadt1  ChoraSfakionStadt2  HoraSfakionStadt3
Dann tranken wir noch etwas, bevor wir wieder weiter fuhren.
HoraSfakionPause1  HoraSfakionPause2  ChoraSfakionPause3
 
 

Jetzt wollten wir von Hora Sfakion, in den Norden, Richtung Rethymnon.
(siehe dazu auch unseren Bericht über Rethimnon)
 
Dazu fährt man einen Kurvenreichen Berg rauf.
              ChoraSfakionRethimnon1  ChoraSfakionRethimnon2
 

Nach einer doch sehr langen Fahrt, haben wir noch einen kurzen Stopp in Rethimnon gemacht,
Rethimnon01  Rethimnon02  Rethimnon03  Rethimnon04
Rethimnon05  Rethimnon06  RethimnonBurg1  RethimnonBurg2
              Rethimnon08  Rethimnon10  Rethimnon11
bevor es dann endgültig wieder nach Agia Galini ging.
Ich hoffe das euch auch dieser Bericht gefallen hat und wünsche allen weiterhin viel Spaß auf unserer Seite: Urlaub-Reise-Bilder

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